Angehende Techniker qualifizieren sich für den Ernstfall

Veröffentlicht am Donnerstag, 07.05.2015 | Peter Wollinger

Kategorien: Unsere Schule

Erste-Hilfe-Kurs an der Technikerschule in Deggendorf.

Kurz vor den Abschlussprüfungen besuchten 24 angehende Techniker der Techni-kerschule Deggendorf für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität an zwei Nachmittagen einen Erste-Hilfe-Kurs. Schwerpunkte waren dabei unter anderem die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Rettung aus einem verunglückten Fahrzeug, Übungen am Frühdefibrillator und die stabile Seitenlage.

Nach den neuen Ausbildungsrichtlinien für Erste Hilfe umfasst ein solcher Spezialkurs mindestens 9 Unterrichtseinheiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den praktischen Übungen und der Umsetzung der theoretisch-medizinischen Grundlagen. Zur Realisierung wurden daher vom zertifizierten Erste-Hilfe-Ausbilder OStR Christian Wagner verschiedene Handlungsstationen aufgebaut, an denen die Teilnehmer in Kleingruppen ihr vorher erlerntes theoretisches Wissen üben und umsetzen konnten. Als sehr hilfreich und aufbauend erwies sich dabei der neue pädagogische Ansatz der Eigenkontrolle und -motivation durch die einzelnen Gruppenmitglieder. Der Trainer fungierte als sachkundiger Moderator, als erprobter Berater und als tippgebender Helfer an den einzelnen Lernstationen.

Da die angehenden Techniker im Bereich der „Hochvolttechnik“ Gefahren durch Stromunfälle besonders ausgesetzt sind, wurde besonderer Wert auf einen sicheren Umgang mit dem sogenannten „Automatischen Externen-Defibrillator“ (AED) gelegt. Gerade bei den elektrisch betriebenen Fahrzeugen, deren Antriebseinheit mit bis zu 400 Volt beaufschlagt ist, gilt es, die Sicherheitsvorschriften genau zu kennen. Sollten im Rahmen eines Unfalls oder bei Wartungsarbeiten Systemfehler auftreten, so müssen die angehenden Techniker genau wissen, wie sie in dieser Situation fachlich korrekt vorgehen müssen. Gilt es unter Umständen doch, das Leben eines Kollegen retten zu können bzw. die eigene Gesundheit nicht zu gefährden.

Mit der erfolgreichen Teilnahme am „Erste-Hilfe-Kurs“, einem fachbezogenen Sehtest und natürlich mit dem Bestehen der Abschlussprüfung nach Pfingsten, erhalten die Absolventen den Titel „ Staatlich geprüfter Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität“, die Fachhochschulreife und die Zusatzqualifikation „Fachkraft für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen“.