Berufskundliche Fahrt der Bauzeichner

Veröffentlicht am Dienstag, 12.09.2017 | Peter Wollinger

Kategorien: Bau - Holz - Farbe

Exkursion zu den Firmen Putz und Knauf AMF     

Im Rahmen einer Klassenfahrt besuchten die Bauzeichnerklassen der Staatlichen Berufsschule I die Firmen Putz Fenster & Haustüren Design GmbH in Büchlberg und Knauf AMF GmbH & Co. KG in Grafenau/Elsenthal.

Zunächst begrüßte uns Inhaber Johann Putz mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet und informierte uns über die Entwicklung seines Unternehmens. Danach wurden wir in drei Gruppen eingeteilt und durch die verschiedenen Bereiche (Metall, Kunststoff und Holz) geführt. In der ersten Halle erklärte uns Herr Putz selbst die Arbeitsabläufe bei der Produktion von Metallteilen. Er zeigte auch die Probleme auf, die vor allem beim Einbau von großen Elementen entstehen können. Fenster- und Türen werden derzeit in zunehmend größeren Dimensionen nachgefragt und aufgrund der Verglasung immer schwerer. Ein Einbau vor Ort auf der Baustelle ist daher ohne Kran fast nicht mehr möglich. Im zweiten Produktionsbereich führte uns der Leiter für den Bereich Kunststofftechnik, Herr Weilermann, durch die Halle. Dieser Bereich ist am stärksten automatisiert. Dann folgte der Fertigungsbereich von Holzfenstern und -türen, durch den wir vom Leiter dieser Abteilung Herrn Haydn geführt wurden. Wir waren von der Innovationsfülle im Bereich der Oberflächenbehandlung überrascht. Die Produktion ist hier, wie auch der Metallbau, sehr stark handwerklich organisiert. Die Holzabschnitte und Späne werden übrigens für die Heizung der Betriebsgebäude verwendet.

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir weiter zur Firma Knauf AMF in Elsenthal. Nach der Begrüßung durch Betriebsleiter Albert Veit wurden zwei Gruppen gebildet und jeder Schüler bekam eine Warnweste und ein Headset. Als Erstes ging es in die Produktionshallen. Dort konnten wir beobachten, wie die großen Wand- und Deckenplatten hergestellt, auf das passende Format zugeschnitten und auf Förderbändern weiter transportiert werden. Im nächsten Schritt werden die Platten nach Wunsch beschichtet oder lackiert. Insgesamt hat die Firma Knauf fast 500 Millionen Euro in das Werk investiert und beliefert mit ihren Produkten die ganze Welt mit Ausnahme von Nordamerika, da es hier ein eigenes Werk gibt. Danach ging es weiter in die Ausstellungsabteilung, wo uns die Anwendungsmöglichkeiten der Produkte und die Montage gezeigt wurden. Diese Einblicke verdeutlichten uns viele Details, die wir zuvor nicht nachvollziehen konnten. Knauf Decken können die unterschiedlichen Akustik- und Brandschutzanforderungen von Räumen optimal erfüllen. So eignen sich die Knauf-Produkte für jede Art von Räumen, von der Schulaula über Bürogebäude bis hin zu Kinosälen. Beeindruckt von dem hohen Industrialisierungsgrad der Produktion bei AMF machten wir uns auf den Rückweg nach Deggendorf.

Wir bedanken uns bei den beiden Firmen für die freundliche Aufnahme und bei der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt für die finanzielle Unterstützung.

Melanie Völtl, Katharina Schwarz