Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Angela Saller | 159 Aufrufe

Kategorien: Keine Kategorien

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit     

Aus Anlass des Europatags fand ein Treffen mit dem Mitglied des Europäischen Parlaments Ismail Ertug statt. Herr Ertug betreut als Abgeordneter für die SPD die Regierungsbezirke Niederbayern und Oberpfalz. Er war bereits zum dritten Mal an der Schule und seine Art, mit den Schülern zu kommunizieren, war immer sehr gut angekommen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Fachbetreuer für Sozialkunde OStR Markus Lautenbacher in enger Zusammenarbeit mit der Projektkoordinatorin von EUROPE DIRECT FREYUNG, Vendula Maihorn.

Schulleiter OStD Ernst Ziegler hieß die Gäste und 120 Schüler aus allen Fachabteilungen unserer Schule, eine Klasse der Technikerschule sowie die anwesenden Kollegen willkommen. Er stellte Herrn Ertug als Politiker zum „Anfassen“ vor und merkte an, ein funktionierendes Bündnis Europa sei aktuell wichtiger denn je. Vendula Maihorn begrüßte ebenfalls alle Anwesenden und gab einen kurzen Abriss über die Entstehung und die Aufgaben der EU.

Europatag

Ein kurzer Film zeigte auf, dass nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens stehen und dass die Welt sich stark wandelt. Eine Bedingung für die positiven Zukunftsaussichten der Berufsschüler sei die derzeit boomende Wirtschaft, so der Abgeordnete. Dieser Zustand sei aber keine Selbstverständlichkeit, wie manche irrtümlich voraussetzen. Vielmehr müsse jeder Bürger Verantwortung übernehmen und seinen persönlichen Beitrag dazu leisten. Herr Ertug mahnte die Anwesenden, ihr Leben selbstbestimmt zu führen und die Zukunft mit zu gestalten, beispielsweise durch die Übernahme eines Ehrenamtes oder die Mitgliedschaft in einer politischen Partei. Im Gegensatz dazu empfänden aber viel zu viele Schüler die Inhalte des Sozialkundeunterrichts als nicht relevant.

Dabei lebten Milliarden junge Menschen auf der Erde nicht in einem Rechtsstaat und auch innerhalb der EU würden Rechte von Bürgern zunehmen beschnitten. Es sei daher notwendig, dass die Gesellschaft Druck auf die Politiker erzeuge. Also sei das Engagement eines jeden Einzelnen gefragt, „davon hängt die Zukunft unserer Demokratie ab“.

Um die Vorteile der EU zu demonstrieren, zeigte Ismail Ertug den Schülern die Aufgaben des Europäischen Rates, des Rates der Europäischen Union, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments auf. Die anschließende Gesprächsrunde, an der sich viele unserer Schüler sehr rege beteiligten, zeigte deutlich auf, wie beeindruckt diese von den Ausführungen des Politikers waren. Deswegen noch einmal ein ganz großer Dank an Herrn Ertug für sein freundliches, offenes und ehrliches Auftreten, an Frau Maihorn für ihr großes Engagement, an Herrn Ziegler für seine Unterstützung und an die anwesenden Schüler für ihre große Dialogbereitschaft. Unter dem Portal www.europa-lohnt-sich.eu beantwortet der Abgeordnete Fragen der Bürger.

Markus Lautenbacher

Das Titelbild zeigt (von links) Vendula Maihorn, Ismail Ertug, Ernst Ziegler und Markus Lautenbacher mit Schülern.

zurück