Die duale Ausbildung – ein Exportschlager

Veröffentlicht am Freitag, 18.12.2015 | Peter Wollinger

Kategorien: Aktivitäten | Unsere Schule

Chinesische Delegation besucht die Staatliche Berufsschule I und die Technikerschule Deggendorf

 

Schulleiter Oberstudiendirektor Bartholomäus Sagstetter, seine Stellvertreterin Studiendirektorin Angela Saller, der Mitarbeiter in der Schulleitung Studiendirektor Jürgen Vogl und der Verantwortliche für die Technikerschule Studienrat Wolfgang Schwanzer begrüßten die hochrangigen Gäste aus dem Reich der Mitte sehr herzlich an ihrer Schule. Auch Landrat Christian Bernreiter, dem die Gäste im Rahmen der Informationstour vorgestellt wurden, hieß die Besu-chergruppe in Deggendorf herzlich willkommen.

Angereist waren neben der stellvertretenden Bürgermeisterin von Zhucheng, einer Stadt mit ca. einer Million Einwohnern in der ost-chinesischen Provinz Shandong, Frau Zhao Li, auch hochrangige Vertreter aus Schule und Wirtschaft. Schwerpunkte in dieser Region bilden die chemische, die Textil- und die Lebensmittelindustrie, aber auch die Elektrotechnik.

Sie erhielten zunächst mittels eines Referats des Schulleiters, über-setzt von der Dolmetscherin Cecilia Runzki Xie, einen fundierten Einblick in den Aufbau des dualen Ausbildungssystems in Deutschland. Herr Sagstetter erläuterte die Vorzüge dieses Systems am Beispiel seiner eigenen Schule und einiger Auszubildender der Firma Horsch-Leeb. So berichtete er über den Alltag der angehenden Mechaniker in der Ausbildung in der Metallabteilung, erläuterte die Qualifikation seiner Lehrer und zeigte die Durchlässigkeit des dualen Bildungssystems am Beispiel der hauseigenen Technikerschule für Kfz-Technik und Elektromobilität auf. Die chinesische Delegation war stark beeindruckt von der konsequenten Durchlässigkeit dieses Systems, das eine optimale Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Schule und Wirtschaft und von Grundausbildung und Spezialisierung mit Höherqualifikation bietet.

Dieser Eindruck verfestigte sich beim anschließenden Rundgang durch die verschiedenen Fach-Abteilungen der Schule. In den hochmodern ausgestatteten Werkstätten demonstrierten die anwesenden Lehrkräfte die pädagogische Umsetzung der effektiven Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Die Gäste äußerten angesichts der offensichtlich erfolgreichen Bildungsarbeit mehrfach den Wunsch, eine Partnerschaft zu gründen, und nannten mehrere Bereiche, in denen dies sinnvoll sei. Ein weiterer Denkanstoß in diese Richtung bildete die Vorstellung der derzeitigen Projektarbeit der Schüler der Technikerschule: Diese rüstet, angeregt durch historische Vorbilder, eine Stahlkutsche mit Scheibenbremsen und gummierten Stahlspeichenrädern in ein Hightech-Elektrofahrzeug um. Dieses für Werbezwecke geplante Fahrzeug wird mit hochmoderner Elektronik ausgestattet und soll zu guter Letzt straßentauglich sein.

Den Besuch der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf rundete die Besichtigung des Standorts der Firma Horsch-Leeb in Landau an der Isar ab. Diese Firma ist ein hoch geschätzter Partner im dualen System, bildet sie doch regelmäßig Lehrlinge aus, die die Deggendorfer Bildungseinrichtung besuchen. Horsch-Leeb ist ein weltweit führender Hersteller von landwirtschaftlichen Spezialmaschinen im Bereich Pflanzenschutz und Bodenbearbeitung. Die Gäste konnten im Rahmen einer Betriebsbesichtigung die Montage gigantischer Maschinen in der hochmodernen und bestausgestatteten Werks-halle der Firma beobachten.

Das Bild zeigt die chinesische Delegation mit OStD Bartholomäus Sagstetter, StDin Angela Saller, StR Wolfgang Schwanzer und StD Jürgen Vogl

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