Die Zukunft des Malerhandwerks

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Jürgen Vogl | 76 Aufrufe

Kategorien: Bau - Holz - Farbe

Die Zukunft des Malerhandwerks

„Handwerk weiterdenken“     

Welchen Herausforderungen müssen sich Berufsschullehrkräfte sowie Auszubildende des Maler- und Lackiererhandwerkes in Zukunft stellen? Wie sehen mögliche Karrierewege von Gesellinnen und Gesellen bis hin zur Führungskraft aus? Was kennzeichnet Bildungsangebote in den Bereichen Farbe und Gestaltung? Diese und andere Fragen standen an der Bergischen Universität in Wuppertal im Rahmen der Zweiten Deutschen Fachschultage zur Diskussion. Dieses Treffen zur Zukunft in der Maler- und Lackierbranche wurde von der Sto-Stiftung gefördert.

Unter dem Motto „Handwerk weiterdenken“ trafen sich Experten aus ganz Deutschland zum Austausch in Workshops und zu intensivem Networking. Insgesamt rund 200 Gäste aus den Bereichen Handwerk und Industrie sowie Presse- und Verbandsleute verliehen der Veranstaltung entsprechendes Gewicht. Vertreten waren zudem verschiedene Bildungseinrichtungen, wie die Wilhelm-Ostwald-Schule Berlin, die Ferdinand-Braun-Schule Fulda, die Gsechs Fachschule Farbtechnik Hamburg, die Walter-Gropius-Schule Hildesheim, die Badische Malerfachschule Lahr, die Städtische Fachschule für Farb- und Lacktechnik München und die Schule für Farbe und Gestaltung Stuttgart. Fachlehrerin Nicole Miedl und die Auszubildende Katharina Reseneder aus der Klasse Maler 12 repräsentierten die Staatliche Berufsschule I Deggendorf.

Maler Fachtagung

Und es wurde im wahrsten Wortsinn „Handwerk weitergedacht“. Denn Karriere im Maler- und Lackierhandwerk gestaltet sich immer vielfältiger, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind wichtige Trends. Dies zeigten unter anderem die Workshops der sieben Staatlichen Fachschulen im Bereich Farbe und Gestaltung zu Themen, wie Unternehmensführung, Projekt- und Prozessmanagement, Prüf- und Messtechnik, Qualitätsmanagement oder Denkmalpflege, überdeutlich auf. Auch Architektur- und Lehramtsstudiengänge wurden vorgestellt. So erfuhren und erarbeiteten sich die circa 75 anwesenden Auszubildenden des Maler- und Lackiererhandwerks zahlreiche Informationen über denkbare Karriereoptionen eines Farb- und Lacktechnikers in Handwerk, Industrie und Handel.

Auch über das Fachschulstudium zum Staatlich geprüften Farb- und Lacktechniker und Gestalter, dessen Berufsbild und Aufstiegschancen konnten sich die Gäste ein genaues Bild machen. Impulsvorträge zu Themen, wie „Digitalisierung in der Fassaden- und Raumgestaltung“, „Nachhaltigkeit im Maler- und Lackiererhandwerk“ oder der lebenslange „Umgang mit Wissen, Erfahrung, beruflichen Kompetenzen“ regten zum Nachdenken an. Christian Felber von der Universität für angewandte Kunst in Wien, Professor Christian Zöllner von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Professor Rolf Arnold von der Technischen Universität Kaiserslautern lieferten Impulse für Begegnung und Austausch auf Augenhöhe.

Nicole Miedl

 

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