EGS-Klassen besichtigen Radarstation

Veröffentlicht am Donnerstag, 14.07.2016 | Peter Wollinger

Kategorien: Elektrotechnik

Unterrichtsgang zum Großen Arber auf Einladung der Bundeswehr

Dass so viel Technik in den markanten Kuppeln am Gipfel des Großen Arber steckt, hätten die Schüler der Klassen Elektroniker für Geräte und Systeme A und B nicht gedacht: Das 64 Quadratmeter große und 15 Tonnen schwere Radargerät RRP 117 im Inneren der oberen Kuppel – in der Fachsprache auch Radom genannt – kann den Luftraum in einem Radius von 500 km überwachen. Dabei sendet es mit einer Pulsleistung von 25 kW. Trotz der hohen Reichweite wird dabei eine Genauigkeit von 150 Metern erreicht.

Damit das Radargerät jederzeit einsetzbar ist, wurde eine USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) installiert, die im Notfall eine Leistung von 450 kVA abgeben kann. Auch der Schrägaufzug, der unterirdisch den Zugang an der „Eisensteiner Hütte“ unterhalb der Bergstation der Gondelbahn mit dem oberen Radom verbindet, stieß bei den Schülern auf großes Interesse.

In dem zweiten, etwas niedrigeren Radom befinden sich private Sende- und Empfangsanlagen, wie etwa die des Bayerischen Rundfunks und diverser Telekommunikationsanbieter.

Beachtlich ist die hohe Relevanz für den Unterricht im kommenden Schuljahr: Im Fach „System- und Gerätetechnik“ werden die theoretischen Grundlagen für die Übertragung von Daten behandelt. Zudem verwendet die Luftwaffe am Großen Arber Funkanlagen der Firma „Rhode & Schwarz“, der in der Klasse EGS11A 15 von insgesamt 24 Schülern angehören.

Bevor Hauptfeldwebel Tobias Hanf von der Karriereberatung der Bundeswehr in Deggendorf die Schüler über die verschiedenen Berufschancen bei der Bundeswehr informierte, konnten sie sich in der Kantine stärken und freuten sich über frisch gekochtes Essen auf höchstem Niveau. StR Christian Leitl bedankte sich beim Abgesetzten Technischen Zug 358 der Luftwaffe und bei den Mitarbeitern der Karriereberatung für die hervorragende Organisation, auch, weil ihm durchaus bewusst ist, dass der Besuch der Radarstation am Großen Arber aufgrund der hohen Sicherheitsstufe keine Selbstverständlichkeit ist.

Christian Leitl