Eine kleine Revolution im Klassenzimmer

Veröffentlicht am Mittwoch, 25.03.2015 | Peter Wollinger

Kategorien: Metalltechnik

Zwei Mitarbeiter der Firma Picco´s 3D-World, ausgerüstet mit einem Sackwagen, darauf ein unscheinbarer Karton in der Größe eines handelsüblichen Kühlschranks, hatten diese Revolution ausgelöst. Eine Viertelstunde später, nach dem Auspacken und Aufbauen, konnte man erkennen, dass es sich um ein Hightech Gerät handeln musste.

Sechs Lehrer der Metalllabteilung waren dann die Auserwählten, einen ersten Einblick in die neue Technologie des 3D-Drucks zu erhalten. Der Firmenmitarbeiter stellte den Markerpot kurz vor und erklärte den Lehrern die Arbeitsweise des Geräts und den Umgang damit in groben Zügen.

Es stellte sich schnell heraus, dass man mit dieser futuristischen Maschine auf der Basis von 3D-CAD-Dateien dreidimensionale Bauteile ausdrucken kann. Das gilt für nahezu alle Bauteile, die am Computer vom Schüler entworfen werden können, vorausgesetzt der Bauraum des Druckers reicht dafür aus. Passen die Prototypenteile nicht in die Fertigungszelle des Druckers, kann man sie mit wenigen Klicks nach unten skalieren und somit zumindest ein Modell zum Anfassen anfertigen.

Die Einsatzbereiche des Druckers im fachlichen Unterricht sind fast unbegrenzt. Nicht nur Schüler können schnell ihre Ergebnisse in den Händen halten, auch die Lehrer können diesen Drucker nutzen, um den Unterricht im Bereich der Technischen Kommunikation mit Modellen im wahrsten Sinne des Wortes anschaulicher zu gestalten.

Insgesamt ist das Gerät eine große Bereicherung für die ganze Schule, insbesondere auch für die Technikerschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität, bei der die Konstruktion eine große Rolle spielt. Diese kleine Revolution erleichtert das Zusammenspiel von Planung und Realisation von Projekten ungemein.

Andreas Prebeck