Er ist wieder da: Jesus Christus – ein Projekt der 12. Klassen Elektrotechnik in Katholischer Religionslehre

Veröffentlicht am Mittwoch, 27.04.2016 | Marco Steininger

Kategorien: Elektrotechnik | Allgemeinbildender Unterricht

Was wäre, wenn Jesus Christus wiederkäme?

Dieser Frage gingen die 12. Klassen der Elektroabteilung im Fach Katholischer Religionslehre nach. Angeregt von verschiedenen Filmklassikern, in denen berühmte Persönlichkeiten auf die Erde zurückkommen, stellten sich die Schülerinnen und Schüler die Frage, wie Jesus Christus heute handeln würde. Anhand einer Karikatur mussten sie feststellen, dass der Prunk und die Verehrung des Symbols „Kreuz“ in der Katholischen Kirche durchaus Fragen aufwirft. Auf diese Art näherten sich die Lernenden dem biblischen Ursprung der Verheißung Gottes auf eine andere Art und überlegten, wo Jesus Christus heute eingreifen müsste. Dabei wurden nicht nur bekannte Bibelstellen wie das letzte Abendmahl untersucht, sondern auch neue Zugänge zu kaum mehr beachteten Perikopen des Neuen Testaments (vgl. „Heilung eines besessenen Knabens“) erschlossen.

Nach einer kurzen Diskussion im Unterricht versuchten die Schülerinnen und Schüler anschließend „Jesus Christus in Szene“ zu setzen. Dabei übertrugen sie eine Bibelstelle in die Gegenwart und stellten die Handlungsräume Jesu Christi bildlich dar. Den Schülern gelang es dabei gekonnt, Probleme unserer Gesellschaft zu thematisieren: Auf diese Art wurden der Wandel des gemeinsamen Essens und die gegenwärtige Isolation durch Smartphones erkannt. Nach Meinung der Schüler würden die Weisungen der Bergpredigt per youtube-channel schneller an den Mann gebracht werden. Die Verleugnung des Petrus geschehe heute in WhatsApp-Gruppen, der Palmsonntag würde zu einem Geschehen der Stars und Sternchen werden und aus der Auferstehung würden die Medien und Wirtschaftsunternehmen bereits Sekunden später versuchen, ihren Profit zu schlagen. Dabei müsste sich Jesus Christus keinem größeren Prozess mehr unterziehen, denn nach seiner Tempelreinigung würde es bereits einen Tag später die Bildzeitung schaffen, Deutschland gegen ihn aufzubringen.

In einem Standbild hielten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse fest und erstellten anschließend Plakate, auf denen sie den gesellschaftlichen Wandel im Jahr 2016 problematisierten.

Nach einer Kurzpräsentation der Ergebnisse im Unterricht gestalteten die Schülerinnen und Schüler den Schaukasten Katholische Religionslehre in der Schulstraße neu. Initiator StR Marco Steininger und der Leiter des Fachbereichs Katholische Religionslehre StD Edmund Nestmeier zeigten sich von den Ergebnissen der Klassen sehr erfreut und präsentierten das Projekt im Zuge der Fachsitzung Religionslehre den Fachmitarbeiterinnen der Regierung von Niederbayern OStRin Ute Kusser und StDin Anna Solka. Beide waren von den Ergebnissen des Projekts, und dem generellen Versuch der Berufsschule I Deggendorf neue Zugänge zu den biblischen Weisungen zu erschließen, begeistert. Auf diese Art wird die Neugierde der Schülerinnen und Schüler geweckt und gleichzeitig erhält die Bibel als Zeugnis unseres Glaubens wieder einen höheren Stellenwert im Unterricht.

Marco Steininger, StR