Hightech aus Ostbayern – Der Schreitroboter

Veröffentlicht am Montag, 25.04.2016 | Peter Wollinger

Kategorien: KFZ-Technik

KFZ Abteilung bekommt Sonderführung beim weltweit größten Schreitroboter.

Am 20.04.2016 besuchten die Klassen der Land- und Baumaschinenmechatroniker 12 und der Nutzfahrzeugmechatroniker 12B den Drachen in Furth im Wald.

Der Bürgermeister von Furth im Wald, Herr Bauer, der als damaliger Projektleiter an der Entwicklung des Drachens beteiligt war, gab uns eine sehr exklusive Führung, bei der er speziell auf die Elektronik, Hydraulik, Sensorik und auch die Vernetzung der Steuergeräte dieses weltweit einzigartigen Schreitroboters einging. Hochinteressant waren die Details und Schwierigkeiten, die bei der Verwirklichung des Bauprojekts zu meistern waren. Grundsätze aus dem Bau von Schreitbaggern waren zwar vorhanden, mussten aber entsprechend angepasst werden. Auch die Anpassung der notwendigen hydraulischen Leistung an die Motorisierung der Maschine erforderte viel Know How, das ausschließlich aus Bayern kommt. Der Vormittag in der zum Museum ausgebauten Drachenhöhle verging auf diese Weise wie im Flug.

Anschließend ging es ins Freie, wo wir den Roboter, der von vier Mitarbeitern der Stadt Furth im Wald ferngesteuert wird, in Aktion erleben konnten. Dabei hatten wir noch das Glück, dass der Vorgang des schrittweisen Laufens durch eine Sensormeldung gestoppt wurde. Es gelang den Mitarbeitern in wenigen Minuten, die Maschine wieder zum Laufen zu bringen. Die Ansteuerungsroutine zum Zurücksetzen der Beine war dabei sehr schön zu beobachten.

Neben dem Technikerlebnis war für uns auch interessant, was möglich wird, wenn Kreativität, Know How und Arbeitseinsatz zur Bereicherung kultureller Traditionen beitragen.

Hier wurde der Satz „Tradition ist die Weitergabe der Flamme, nicht die Bewahrung der Asche“ tatsächlich noch wörtlich genommen.

G.Wilfling