KFZ 12A absolviert Fahrsicherheitstraining

Veröffentlicht am 26.07.2017 | Admin | 1332 Aufrufe

Kategorien: KFZ-Technik

KFZ 12A absolviert Fahrsicherheitstraining

Schulausflug mit fachlichem und pädagogischem Mehrwert

Ein Schulausflug zum Paintball-Spielen, zum Kartbahn-Fahren oder doch lieber ins Museum? Was macht Spaß, hat pädagogischen und fachlichen Nutzen und ist auch noch finanziell tragbar? Die Klasse KFZ12A entschied sich für ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC.

„Im klassischen Ganztages-Training auf unseren standardmäßig ausgestatteten Trainingsanlagen lernen Sie das Verhalten und die Grenzen Ihres Autos unter professioneller Anleitung kennen und erlernen Fahrtechniken, mit denen Sie für den Ernstfall besser gewappnet sind.“ So bewirbt der ADAC diese Aktion im Internet und weist darauf hin, dass die Berufsgenossenschaften das Training bezuschussen. Insofern stellte sich die Frage nach den Kosten nicht mehr.

Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es sofort ins Speedwaystadion und es wurde gefahren: Vormittags drei Stunden und nachmittags noch einmal zwei Stunden, reine Fahrtzeit, denn getankt wurde in der Mittagspause. Die beiden Trainer betonten in ihrer Begrüßung, sie wollten niemanden beeinflussen: „Es werden lediglich Tatsachen aufgezeigt. Das persönliche Resümee muss jeder selber ziehen.“

Fahrsicherheitstraining

In den verschiedenen Übungen wurden Fahrsituationen mit dem eigenen Kfz angeboten, die unter realen Bedingungen nicht unfallfrei zu bewältigen wären. Die Entscheidung zu bremsen oder auszuweichen oder zu bremsen und auszuweichen mussten die Teilnehmer selbstständig treffen. Welche Entscheidung jeweils die richtige war, blieb der Situation und der Reaktionsgeschwindigkeit des Fahrers geschuldet. Aber, und das ist das Entscheidende, man konnte an diesem Tag gefahrlos erlernen, wie das eigene Fahrzeug in den verschiedenen Situationen reagiert. Jede Aktion wurde nachträglich von den zwei Trainern geduldig kommentiert. Sie gaben individuelle Tipps, wirkten aber niemals belehrend oder gar besserwisserisch.

In fachlicher Hinsicht interessant war es, zu erkennen, wie unterschiedlich die Fahreigenschaften der verschiedenen Fahrzeuge waren. Dabei spielten Ausstattungsvarianten, wie Frontantrieb, Heckantrieb, ABS oder ESP, aber auch Fahrzeugtypen, also ob es sich um Kleinwagen, sportliche Fahrzeuge oder schwere Limousinen handelte, eine wichtige Rolle.

Die Fahrer konnten ein Gefühl dafür entwickeln, von welchen Faktoren der Bremsweg abhängig ist. Der Vergleich eines vor dem Versuch abgegebenen Schätzwerts mit tatsächlichen Messungen stellte unmissverständlich klar, wie falsch man das Fahrverhalten seines Kfz und damit das Unfallrisiko beurteilt. Wie schnell man eine Kurve in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit und dem Reibwert der Straße noch befahren kann, wurde in der Praxis getestet.

Oberflächlich gesehen sind es nur unwichtige Details, die nach diesem Kurs im Gedächtnis bleiben, wie zum Beispiel die richtige Sitzposition im Auto. Aber wichtig war das Training des richtigen Verhaltens in einer Gefahrensituation. Eine theoretische Erklärung kann dies niemals ersetzen. Was auf alle Fälle auch im Kopf bleibt, ist ein unvergesslicher Tag mit viel Freude. Somit war die Aktion in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Bei der abschließenden Diskussionsrunde fiel es keinem Teilnehmer schwer, einen für ihn persönlich wertvollen Erkenntnis-Gewinn durch dieses Training benennen zu können.

Wolfgang Buchner

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