Kinotage an der Berufsschule

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Jürgen Vogl | 483 Aufrufe

Kategorien: Allgemeinbildender Unterricht

Kinotage an der Berufsschule

Bayern – sagenhaft      

Im Jahr 1818 erließ König Maximilian Joseph I. von Bayern eine neue Verfassung, im Jahr 1918 wurde von Kurt Eisner der Freistaat Bayern ausgerufen. Diese zwei Jubiläen hatte die Berufsschule I zum Anlass genommen, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der alljährlich stattfindenden Kinowoche den Film „Bayern – sagenhaft“ zu präsentieren. Der Fachbetreuer für Deutsch StD Edmund Nestmeier hatte im Verlauf von fünf Wochen 10 Filmvorführungen im Deggendorfer Kino organisiert, um allen Klassen einen Besuch ermöglichen zu können.

Der Filmemacher Joseph Vilsmaier zeigt in seinem Werk in grandiosen Bildern die Schönheit und viele Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landschaft. Auch viele dort lebendende, arbeitende und Feste feiernde Menschen werden im Verlauf eines Jahres begleitet. Die Szenen sind dabei manchmal mit Klischees behaftet, wenn es beispielsweise um Bräuche und Traditionen im Freistaat geht.

Dargestellt werden jedoch die vielen Facetten unserer Heimat, bestehend aus einer Mischung aus Tradition und Moderne. Mehr oder weniger bekannte Ereignisse werden thematisiert und kommentiert. Die regionale Vielfalt wird deutlich, das friedliche Nebeneinander der unterschiedlichen Religionen, eben die bayerische Lebensart, das „Leben und Leben-Lassen“. Die Musik von Haindling und die teilweise besinnliche, teilweise humorvolle Moderation von Kabarettistin Monika Gruber tragen zu diesem Gesamteindruck bei.

Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler fiel überwiegend positiv aus, insbesondere dann, wenn sie in den Bildern ihre eigene Heimat und teilweise auch ihre Lebensart wiedererkannten. Für diejenigen Schüler, die nicht hier geboren und aufgewachsen sind, bot der Film einen guten Überblick über Besonderheiten der näheren Umgebung. Insofern leistete er trotz einiger sprachlicher Barrieren einen Beitrag zur Integration. Es gab allerdings auch kritische Stimmen, die sich an der Auswahl der Bilder und Szenen störten. Überzeichneten sie doch teilweise das Bild des frommen, bierseligen Trachtenträgers, der keine weiteren Interessen hat.

Edmund Nestmeier

Das Foto zeigt (von links) die Betreiberin des Kinos Eva Schattenfroh, Lehrerin Evi Haaga, Schülerinnen und Schüler sowie Edmund Nestmeier.

 

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