Kinotage an der Berufsschule I Deggendorf

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Stefanie Zellner | 130 Aufrufe

Kategorien: Allgemeinbildender Unterricht

Kinotage an der Berufsschule I Deggendorf

Im September 1979 flüchteten zwei Familien mit einem selbstgebauten Ballon über die damalige Grenze von Thüringen nach Bayern. Zehn Jahre später im November 1989 öffnete sich bekanntlich der „Eiserne Vorhang.“                                                       

Diese beiden historischen Ereignisse nahm die BS I zum Anlass, den Film „Ballon“  in 10 Vorstellungen mit allen Schülern anzusehen. Der Fachbetreuer für den Deutschunterricht, Herr StD Edmund Nestmeier, organisierte in Zusammenarbeit mit der Kinogeschäftsführerin Frau Eva Schattenfroh die Veranstaltungsreihe.                           

Zum Inhalt: Im Jahre 1979 unternahmen zwei befreundete Familien aus Thüringen zunächst einen ersten misslungenen und (kurze Zeit später) einen erfolgreichen Fluchtversuch über die innerdeutsche Grenze nach Bayern. Dem Regisseur Michael Herbig (Schuh des Manitu) gelingt es, dieses damalige Medienereignis überzeugend in Szene zu setzen. Neben den rein technischen Problemen einen Ballon anzufertigen (Materialbeschaffung), steht besonders die psychische Belastung der Familien (dauernde Überwachung, stetiges Misstrauen gegenüber den Mitmenschen) im Mittelpunkt der Verfilmung. Der Originalfluchtballon kann übrigens seit kurzem im neueröffneten „ Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regensburg besichtigt werden.       

Für die Schüler und Lehrer der Berufsschule war dieser Film eine sehr gute Gelegenheit, sich unterrichtlich mit dem Thema Flucht auseinanderzusetzen. In vielen Diskussionen wurde in der unterrichtlichen Nachbesprechung auf dieses Kapitel deutscher Geschichte, das sich so vor 40 Jahren ereignetet hat, eingegangen.       

Und noch ein Erinnerungstag konnte „gefeiert“ werden: Seit nun mehr 20 Jahren finden an der Berufsschule I Deggendorf Kinotage statt. Deshalb bedankte sich Herr Nestmeier zusammen mit der Deutschlehrerin Frau StRin Magdalena Budweiser bei Frau Schattenfroh recht herzlich für diese jahrelange Zusammenarbeit.   

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