Projektarbeit im BGJ

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Jürgen Vogl | 179 Aufrufe

Kategorien: Bau - Holz - Farbe

Projektarbeit im BGJ

Das Highlight des Schuljahres     

 

Bis zum Jahr 2010 galt die Regel, dass das Berufsgrundschuljahr mit einem einheitlichen Leistungstest abzuschließen sei. Abgelöst wurde dieser Test durch eine frei definierbare Projektarbeit, die einen realen Kundenauftrag voraussetzt und vorrangig in Gruppen- oder Partnerarbeit durchgeführt wird. Die Schüler planen und fertigen dabei ein Werkstück und greifen auf alle Lerninhalte des laufenden Ausbildsungsjahres zurück.

 

Die Projektarbeit findet zum Schuljahresende statt. Jeder Schüler erhält zum Abschlusszeugnis auch ein eigenes Zertifikat. Als Besonderheit werden hier keine Noten ausgewiesen, sondern der Leistungsstand wird mit ausformulierten Kompetenzen beschrieben. Jede Berufsschule reicht abschließend die Projektarbeit beim ISB (Institut für schulische Bildung) in München ein. Das ISB stellt die Arbeiten bayernweit als Ideensammlung zur Verfügung.

 

In diesem Jahr hat sich das Lehrerteam dazu entschlossen, vier verschiedene Rollwägen für die Werkstatt und ein Sideboard für das Lehrerzimmer in Auftrag zu geben. Die jeweiligen Anforderungen an das Werkstück wurden in einem Kundengespräch vorgestellt. Die Schüler fertigten erste Skizzen an, bestellten das notwendige Material, schrieben Arbeitsablaufpläne und erstellten CNC-Programmierungen rechnergestützt, ehe die praktischen Arbeiten beginnen konnten. Nach insgesamt 12 Arbeitstagen verließen die ersten Produkte den Bankraum. In einem persönlichen Gespräch über die Leistung jedes Einzelnen war man sich schnell einig, dass die Projektarbeit in diesem Jahr hervorragend umgesetzt wurde und von den Schülern bis zum Schuljahresende alles abverlangte.

 

Thomas Peintinger

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