Schreiner fertigen Nisthilfen

Veröffentlicht am Montag, 11.09.2017 | Peter Wollinger

Kategorien: Bau - Holz - Farbe | Aktivitäten

Der Natur auf der Spur     

Die Schüler des Berufsgrundschuljahres Schreiner arbeiten ständig mit einem der schönsten natürlichen Rohstoffe, die es gibt. Holz spendet nicht nur Wärme, wenn es als Heizmaterial verwendet wird, vielmehr dient es in zunehmendem Maße wieder als wichtiger Baustoff für Gebäude und bringt ganz besondere Wohlfühlatmosphäre in den Lebenswohnraum der Menschen.

Nisthilfen 1

Um diesen Rohstoff Holz in seiner Wertigkeit noch besser einschätzen zu können, unternahm die Klasse, begleitet von Fachlehrer Thomas Peintinger und Fachoberlehrer Franz Zach, eine Exkursion in den Eichenhain in Metten. Inmitten der grünen Natur informierten Förster Andreas Reis, Walter Schubach vom Amt für Landwirtschaft und Forsten sowie Günter Schreib und Werner Bernatseder vom LBV der Kreisgruppe Deggendorf als Experten die Schüler detailliert und kenntnisreich über die hier vorkommenden Baum- und Tierarten.

Im Rahmen dieser Exkursion wurden von den Schreinern gefertigte Nisthilfen für Waldkäuze übergeben. Die Klasse wollte mit diesem Projekt für den „Vogel des Jahres 2017“ einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz leisten. Der Waldkauz war vom Bund Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz symbolisch ausgewählt worden, um die breite Öffentlichkeit für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks zu sensibilisieren. In vielen Gegenden sind nämlich mittlerweile fast keine Eulen mehr anzutreffen, da sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht ausreicht. Eulen sind aber ein unverzichtbarer Bestandteil der Artenvielfalt, deren Bestände es zu stabilisieren oder zu vermehren gilt.

 Nisthilfen 2Das Unterrichtsprojekt der Schreiner umfasste viele wichtige Aufgabenbereiche aus dem Schreinerhandwerk. So plante jeder Schüler im Rahmen einer CNC-Arbeit eine individuelle „Brutstätte“, die den Bedürfnissen der Waldkäuze angepasst wurde. Da die Werkstücke für die freie Natur bestimmt waren, musste auf den konstruktiven Holzschutz ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Kästen wurden rationell im CNC-Bearbeitungszentrum gefertigt.

Da ein Großteil der künftigen Brutstätten für das Gebiet des Marktes Metten bestimmt waren, drückte auch der örtliche Bürgermeister Erhard Radlmeier seine Dankbarkeit in Form einer reichhaltigen Brotzeit für die Schüler aus.

Thomas Peintinger

Das Titelbild zeigt (von links) Franz Zach, Andreas Reis, Walter Schubach und Erhard Radlmeier sowie (von rechts) Werner Bernatseder, Thomas Peintinger und Günter Schreib mit den Schülern.