Schüler der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf gewinnen den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ im Bereich Technik

Veröffentlicht am Montag, 02.03.2015 | Peter Wollinger

Kategorien: Elektrotechnik | Unsere Schule

Zusätzlicher Sonderpreis der Stadt Passau für das Projektteam.

Groß war die Freude bei Georg Oberneder und Tobias Krenn, beide Schüler in der Fachklasse der Elektroniker für Geräte uns Systeme, sowie dem betreuenden Lehrer StR Christian Leitl, als sie vom Sieg beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ erfuhren. Zusätzlich erhielt das „Forscherteam“ der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf wegen ihrer hervorragenden Leistungen den Sonderpreis der Stadt Passau. Das ursprünglich im Lernfeld „Fertigungs- und Prüfsystemtechnik“ initiierte Schulprojekt belegte den ersten Platz in Niederbayern und qualifizierte sich damit für den aufsteigenden Landeswettbewerb auf bayerischer Ebene.

Die entwickelte, innovative Anlage erkennt und erfasst automatisch eingespeiste Legobausteine, es können natürlich auch andere Produkte sein, nach Farbe und Länge und legt sie in entsprechende Behälter ab. Besonders bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass bei der Realisierung und Konstruktion nicht auf frei käufliche, programmierbare Fertigbausteine wie z. B. den Rasperry Pi zurückgegriffen wurde. Alle verbauten Platinen wurden von den Schülern selbst entworfen, bestückt und gelötet. Die verwendeten Mikrocontroller enthalten ein gut 100-seitiges Programm, das G. Oberneder ohne Zuhilfenahme von Programmiersprachen direkt im Maschinencode erstellt hat.

Sogar die Kunststoffteile, wie z. B. die Ablagebehälter, das Förderband oder die Gehäuseteile, sind eine Eigenentwicklung. T. Krenn entwarf und zeichnete diese Komponenten mit Hilfe eines CAD-Programms und druckte sie am schuleigenen 3D-Drucker aus. Ein besonderer Dank gilt hier dem Sponsorenpool „Jugend forscht“ und dem Förderverein der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf, ohne deren finanzielle Unterstützung die Anschaffung dieses modernen 3D-Druckers nicht möglich gewesen wäre.

Schulleiter Bartholomäus Sagstetter und der Fachbetreuer Elektrotechnik, OStR Christian Wagner, lobten das Schülerteam für das beispielgebende Engagement und für die Innovationskraft. OStD B. Sagstetter stellte unter anderem fest: „ Ihr seid ein echtes Aushängeschild für die Berufsschule und seid ein Beweis für Qualität der beruflichen Ausbildung. Wir sind echt stolz auf euch.“

Für die Realisierung des Unterrichtprojektes brachten die Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme und zum Systemelektroniker abgeschlossen haben, zusammen fast 1000 Stunden ihrer Freizeit auf. „Wir haben das sehr gerne getan und es werden noch viele weitere Stunden folgen.“, antworteten die hochmotivierten und bescheidenen „Jungforscher“ auf eine Frage des Reporters eines Regionalfernsehsenders.

Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Teilnahme der Berufsschule I Deggendorf bei „Jugend forscht“ geplant. Entsprechende Ideen, Gedanken und Pläne werden in den Fachklassen bereits erörtert. So wird momentan auf Anregung des betreuenden Lehrers z. B. eine Neuerung im medizinischen Bereich angedacht. Für älteren Menschen, die auf eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, wäre ein chipgesteuertes Tablettenabgabesystem denkbar.

Auf alle Fälle freuen sich die verschiedenen Schülerteams der Berufsschule I auf den Landeswettbewerb vom 25. bis 27. März in Regensburg und auf den neuen „Jugend forscht“-Wettbewerb im Jahr 2016.

 

Bildunterschrift: v. l. Georg Oberneder u. Tobias Krenn mit der Sortieranlage