Schüler lernen das Binden eines Pinsels

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Stefanie Zellner | 59 Aufrufe

Kategorien: Aktivitäten, Bau - Holz - Farbe

Schüler lernen das Binden eines Pinsels

Der Geschäftsführer, Inhaber und Pinsel- und Bürstenmachermeister Herr Waldhier und seine Außendienst-Mitarbeiterin Frau Maier waren am 22.02.2019 zu Gast in der Malerwerkstatt der Berufsschule I in Deggendorf. Mit diesem Seminar konnte die älteste Pinselfabrik Deutschlands für uns gewonnen werden. In der Augsburger Manufaktur werden hochwertige Malerpinsel und Bürsten der Marke Zirbelnuss gefertigt.
Herr Waldhier informierte die Schüler über die Herkunft der unterschiedlichen Besteckungsmaterialien für Pinsel und Bürsten. Diese bestehen aus Pflanzenfasern, wie z.B. Kokos oder aus tierischen Haaren und Borsten, wie z.B. Dachs, Bär, Ziege oder Rind. Die unterschiedlichen Einsatzbereiche und die Eigenschaften der einzelnen Materialien waren für die Auszubildenden sehr aufschlussreich. Auch innovative Neuentwicklungen aus Synthetik wurden vorgestellt und aufgezeigt.
Je nach Beschichtungsmaterialien konnte ein Praxisbezug zu den Pinselarten hergestellt und vertieft werden. Highlight des Seminares war das Binden eines eigenen Ringpinsels. Sehr anschaulich und schülergerecht unterstütze Herr Waldhier die Schüler bei der aufwendigen Pinselherstellung. Als Besteckmaterialien dienten Schweineborsten, die die Auszubildenden mittels Bindfaden zusammenbanden und nach aufwändiger Verknotung so ihren eigenen Pinsel anfertigten.
Die Augsburger Pinselfabrik informierte abschließend über die Nachhaltigkeit und deren Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei deren Herstellung von Pinsel und Bürsten. Die Schüler waren begeistert und stellten fest, wie wichtig das Handwerk des Pinsel- und Bürstenmachers für das Maler- und Lackiererhandwerk ist.

Nicole Miedl

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