Spendenaktion an der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf für Erdbebenopfer in Nepal

Veröffentlicht am Mittwoch, 24.06.2015 | Peter Wollinger

Kategorien: Unsere Schule

Auf Anregung von FOL Hans Kürschner führte die Staatliche Berufsschule I Deggendorf eine freiwillige Sammlung unter Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zu Gunsten der Erdbebenopfer in Nepal durch.

Die Organisation dieser Spendenaktion wurde federführend übernommen von den Fachschaften Religion und Sozialkunde unter der Leitung von StD Edmund Nestmeier und OStR Markus Lautenbacher, durch den Beratungslehrer StD Josef Wagner und durch OStR Wilhelm Huber. Auch die Schülermitverantwortung und der Personalrat der Berufsschule unter dem Personalratsvorsitzenden OStR Michael Karl unterstützten das Projekt. Das gesammelte Geld wird den Hilfsorganisationen „Hilfe für Betrawati e.V.“ und „Kleine Hilfe e.V. Deggendorf“ übergeben.

Als Auftaktveranstaltung fand am 18. Juni 2015 auf Einladung der SMV eine Klas-sensprecherveranstaltung statt, in der Stefan Heigl als Vertreter der Hilfsorganisation „Hilfe für Betrawati e.V.“ den 36 anwesenden Klassensprecherinnen und Klassensprechern die Aktion vorstellte. Diese gaben die Informationen an ihre jeweiligen Klassen weiter.

Stefan Heigl stellte zunächst Nepal allgemein vor, ein Land so groß wie Österreich und die Schweiz zusammen mit 28 Millionen Einwohnern. Dann zeigte er auf, wie und in welchen Bereichen seine Organisation schwerpunktmäßig tätig wird. Je nach Spendeneingang wird dort geholfen, wo die Not am größten und die Hilfe am wirksamsten ist. Es gibt für die Helfer jederzeit viel zu tun in dieser wunderschönen, doch von der Weltöffentlichkeit fast vergessenen Region.

Die akute Notlage resultiert aus dem verheerenden Erdbeben, das die Gegend kürzlich heimgesucht hat. Herr Heigl zeigte Straßenbilder vor und nach der Naturkatastrophe, um das Ausmaß der Zerstörungen zu demonstrieren. Das zuvor rege Alltagsleben in den betroffenen Städten ist erloschen, 2500 Menschen sind ohne Zuhause, viele wandern ab und landen in anderen Städten in Slums.

„Hilfe für Betrawati e.V.“ hat einen einheimischen Koordinator vor Ort und konnte deshalb sofort nach dem Beben Hilfe leisten. Von überwiesenen Spendengeldern wurden Hilfsgüter, wie Decken, Isomatten, Kleider, Planen oder Lebensmittel, gleich vor Ort eingekauft. Zudem werden Baustoffe für den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude nach der Regenzeit bereitgestellt.

In der Schulstraße wurde ein Schaukasten ausgestaltet, der auf anschauliche Weise den Schülerinnen und Schülern, aber auch anderen Passanten Informationen zur Lage in Tibet bietet. Im Unterricht in den Fächern Religion und Sozialkunde behandeln die Kolleginnen und Kollegen zudem diese Thematik. Sie stoßen dabei auf großes Interesse und Hilfsbereitschaft.

Markus Lautenbacher, StR

Das Foto zeigt Stefan Heigl und FOL Hans Kürschner mit Berufsschülern