Süchte im Alltag erkennen

Veröffentlicht am Mittwoch, 21.02.2018 | Peter Wollinger

Kategorien: Aktivitäten

Klaus Haschberger bietet Lehrern die Möglichkeit zur Weiterbildung

Seit Jahren sind die Lehrkräfte der BS I Deggendorf bereits gezielt darum bemüht, einem möglichen Alkohol- und Drogenmissbrauch bei Schülern sofort zu begegnen. Prävention und Intervention gelten daher als oberste Maximen einer umsichtigen Werteerziehung.

Um wertvolle Anregungen für die Unterrichtsgestaltung zu geben, wurde der zweite Zyklus des Besuchs von Klaus Haschberger, einem ehemaligen Alkohol- und Drogenabhängigen, dazu genutzt, die Lehrkräfte für die Thematik weiter zu sensibilisieren. Unter dem Titel „Süchte im Schüler-Alltag“ konnten die Lehrkräfte der Berufsschule I Deggendorf ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke mit einem Experten teilen und diskutieren. Dabei wurden Fragen zu Möglichkeiten der Früherkennung ebenso diskutiert wie der angemessene Umgang mit Betroffenen.

Gezielt wies Herr Haschberger darauf hin, dass ein Verdacht meist bereits einen Hintergrund habe, der oft in der tieferen Psyche der Schüler liegt. Dabei stellte er fest, dass ein Ansprechen des Verdächtigen stets unumgänglich sei. Insbesondere Lehrkräften komme bei der Bekämpfung der Süchte im Hinblick auf die Erkennung eine große Bedeutung zu, da diese durch ihr pädagogisches Geschick meist eine große Empathie-Fähigkeit und damit eine besondere Wirkung auf Schüler haben.

In der anschließenden Evaluation bekundeten alle teilnehmenden Lehrkräfte, dass sie sich nun wieder besser gerüstet für den Umgang mit der Problematik fühlten. Einer Wiederholung dieser gewinnbringenden Veranstaltung steht also nichts im Wege. Initiatorin StDin Waltraud Brindl freute sich sehr über das positive Feedback der Teilnehmer.

Waltraud Brindl, Marco Steininger