Wahl der Bezirksschülersprecher

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Roswitha Strohmeier | 95 Aufrufe

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Wahl der Bezirksschülersprecher

Gelebte Demokratie an der Schule     

Das berufliche Schulwesen in Bayern ist sehr differenziert und umfasst eine Vielzahl unterschiedlichster Schulen, von der Berufsschule über Berufsfachschulen bis hin zu Wirtschaftsschulen und Fachakademien. Die Schülersprecher all dieser Schulen in Niederbayern trafen sich, wie jedes Jahr, an der Staatlichen Berufsschule I Deggendorf, um aus ihren Reihen den Bezirksschülersprecher und den Stellvertretenden Bezirksschülersprecher zu wählen. Schulleiter OStD Ernst Ziegler begrüßte zu dieser Veranstaltung RSchD Roland Ilg von der Regierung von Niederbayern, der die Wahl leitete. Organisation und Moderation übernahm traditionsgemäß StD Josef Wagner.

Die Wahl von Bezirksschülersprechern ist Ausdruck der Schülermitverantwortung im Schulwesen Bayerns. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen sind großteils in einem Alter, in dem sie beginnen, politische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Viele sind volljährig und damit wahlberechtigte Staatsbürger mit allen politischen Rechten und Pflichten. Es ist daher nur folgerichtig, dass sie sich auch im schulischen Bereich engagieren und ihre Vorschläge für Weiterentwicklung und Optimierung einbringen wollen. Die Schülermitverantwortung wurde in Bayern im Laufe der letzten zehn Jahre ausgebaut. So entstand die sogenannte Landesschülerkonferenz, die sich aus den Bezirksschülersprechern der verschiedenen Schularten aller bayerischen Bezirke zusammensetzt.

Für die beruflichen Schulen in Niederbayern wurden Waldemar Hamburg von der Staatlichen Berufsschule I Passau zum Bezirksschülersprecher und Vera Klocke von den Staatlichen und Kommunalen Schulen in Vilshofen zur Stellvertretenden Bezirksschülersprecherin gewählt. Vor der Wahl diskutierten die Schülervertreter sehr intensiv darüber, was aus ihrer Sicht am beruflichen Schulwesen verbessert werden sollte. Es wurde beispielsweise die Forderung nach einer modernen technischen Ausstattung der Berufsschulen erhoben, verbunden mit dem Appell an die verantwortlichen Politiker, die Digitalisierung auch im schulischen Umfeld stärker voranzutreiben. Aber auch der „Dauerbrenner“, Englisch als ordentliches Unterrichtsfach für viel mehr Berufe zu etablieren, kam zur Sprache.

Roland Ilg informierte die Schülersprecher über die vom amtierenden Kultusminister Bernd Sibler initiierte Aktion, Wertevermittler auszubilden. Diese hätten die Aufgabe, als Multiplikatoren Werte wie Höflichkeit, Eigeninitiative, Solidarität und Beachtung demokratischer Spielregeln in die Schulen und an die Schüler heranzutragen. Anschließend informierte StR Bernhard Selmaier von der Staatlichen Schulberatungsstelle in Landshut über das breite Hilfsangebot seiner Dienststelle und bot den Anwesenden an, sie bei unterschiedlichsten Fragestellungen zu unterstützen.

Die beiden neu gewählten Bezirksschülersprecher wurden von Herrn Ilg zur Landesschülerkonferenz nach München eingeladen.

Josef Wagner

 

Das Bild zeigt (von links) Josef Wagner, Waldemar Hamburg, Vera Klocke und Roland Ilg.

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