Arbeitskreis Nutzfahrzeuge tagte an der Berufsschule I in Deggendorf

Veröffentlicht am Dienstag, 14.05.2013 | Peter Wollinger

Kategorien: KFZ-Technik

Überregionale Fortbildung für Fachlehrkräfte an unserer Schule

Turnusgemäß treffen sich die Mitglieder des bayernweit agierenden Arbeitskreises „Nutzfahrzeugtechnik“ jedes Jahr in einem anderen Regierungsbezirk. Tagungsort war in diesem Jahr für Niederbayern die Staatliche Berufsschule I Deggendorf, eine bedeutende Sprengelschule für Mechatroniker der Nutzfahrzeug- und Baumaschi-nentechnik.

Schulleiter OStD Bartholomäus Sagstetter begrüßte die Teilnehmer und die beiden Leiter der Tagung, OStR Helmut Schmidt von der Regierung und FOL Christian Pfeffer von der BS I, aufs Herzlichste. Er stellte seine Schule und insbesondere natürlich die Fachwerkstätten für Nutzfahrzeuge vor und wünschte den Teilnehmern einen lehrreichen und nachhaltigen Fortbildungstag.

Einführend ging FOL Pfeffer auf den dicht gedrängten Programmablauf der Tagung und die Neuerungen zur Hauptuntersuchung bei Nutzfahrzeugen ein. Für die weite-ren Tagesordnungspunkte hatte er einen Referenten der Firma Bosch aus Stuttgart zum Thema „Diagnose am Antriebsstrang mit zukünftigen Geräten“ und einen Refe-renten der Firma Küblbeck aus Weiden zum Thema „Abgasnachbehandlung und Abgasuntersuchung“ gewinnen können. Zur praktischen Umsetzung der komplexen theoretischen Inhalte hatte dankenswerterweise die Firma MAN Bus und Truck, Regensburg, zusammen mit der Firma Frohnauer, Deggendorf, zusätzlich zum schuleigenen Lkw eine weitere moderne Sattelzugmaschine zur Verfügung gestellt.

Unter der Anleitung der Spezialisten der Herstellerbetriebe wurden die Lehrkräfte aus ganz Bayern in Kleingruppen in die aktuellen Techniken eingewiesen. „Diese Art der Aus- und Fortbildung“, so der Schulleiter, „garantiert eine zeitnahe Transformation von modernster Technik in die Berufsschulen und damit eine fundierte, praxisnahe Ausbildung der Lehrlinge.“

Am Nachmittag wurde die Fortbildung in den Produktionshallen der Firma Knorr in Aldersbach, Hersteller von Nutzfahrzeugbremsen, fortgesetzt. Dabei wurden den Seminarteilnehmern die industrielle Fertigung von verschiedenen Einzelkomponenten eines Bremssystems aufgezeigt und deren Funktionsweise am tatsächlichen Objekt fundiert erläutert. Als Höhepunkt stellte sich dabei der Besuch der Versuchs- und Forschungsabteilung der Hightech-Firma heraus. Hier wurden verschiedene Tests an lebenswichtigen Bremsbauteilen durchgeführt, die den höchsten Sicher-heitsansprüchen moderner Bremsanlagen, die ja eine Masse von bis zu 50 Tonnen beherrschen müssen, genügen.

Christian Pfeffer